Nächste Termine

Sun 03.06.12 10:00 -
Stammtisch Juni Lipperland/Weserbergland
Sat 07.07.12 14:00 -
Stammtisch Juli - Bruzzeln am See

Ankündigung IST 2012

Besucher Statistik

seit 01.09.2004seit 01.09.200450012

Das Märchen vom Keenich

Beim -such in Sachsen haben die Teilnehmer viel über Land und Leute erfahren. So machte dann auf den Après-Tour-Feten auch das folgende Märchen die Runde, das hier zur Erbauung und Mahnung für die Nachwelt niedergeschrieben und abgedruckt ist:

Das Märchen vom Keenich und den 4 Weingummis

(Anonymus)

Es war einmal ein Keenich, der lebte glücklich und zufrieden mit einer wunderschönen gelben Barchetta in seinem Reich Ostwestfalien. Sie hatten zusammen 4 brave Winterräder, eines noch runder als das andere. Eines Tages aber geschah ein Missgeschick und die gelbe Barchetta ging von ihnen. Der Keenich war sehr traurig und die 4 Winterräder grämten sich so sehr, dass ihnen bald alle Luft ausging. Das dauerte den Keenich und er beschloss, für sich und seine 4 Winterräder eine neue Barchetta zu suchen. Er sandte seine Herolde „mobile“ und „autoscout“ aus und bald ward eine neue blaue Barchetta gefunden, die der Keenich glücklich in sein Herz schloss und zu seiner neuen Gefährtin machte.

Auch die 4 Winterräder jauchzten und frohlockten, hatten sie doch wieder eine Barchetta. Doch ehe sie sich.s versahen, kam neue große Trauer über sie. Die neue Barchetta war nämlich eine böse Stiefbarchetta und hochnäsig und eitel. Stets wollte sie sich nur mit ihren eigenen schönen Sommerrädern dem Volke zeigen. Sie schmähte die Winterräder als grobes Pack und ließ. sie stehen, wo sie nur konnte. So mussten die 4 Winterräder weiter in ihrem dunklen Verlies darben und schmachten und wurden dabei älter und älter.

Der Keenich sorgte sich sehr um sie und ließ. im ganzen Land verkünden „dass bei ihm Winterräder stünden. Die seien zwar schon etwas alt, „doch noch ganz gut, für dann, wenn`s kalt.“

Diese Kunde drang vor bis weit in ferne Fürstentümer. Und so geschah es dann, dass ein Fahrensmann davon hörte, dem just der Sinn nach so was stand. Er ließ sogleich dem Keenich melden, dass er solche Räder wohl begehre. Als Mitgift sei, ließ er noch wissen, von ihm ein edler Wein gedacht, den er von weit her mitgebracht. 4 Flaschen für 4 Winterräder sei wohl bereit, als Preis er zu bezahlen.

Der Keenich schlug gerne in den Handel ein. Er tat die Räder noch mal putzen und blies zum Abschied alle auf, grad wie in ihren besten Tagen. Damit sie prall und schön im fernen Land der neuen Herrschaft auch gefielen. Dort sollten sie`s wohl besser haben. Auch freute er sich keenichlich auf den ihm avisierten Tropfen, aus bester Traube wohl vergoren.

Zu jener Zeit war es nun Brauch, sich in der kalten Jahreszeit auf Weihnachtsmärkten zu vergnügen. Und deshalb war es ausgemacht, dass der Wein aus edlen Reben, an dem Termin ward mitgebracht und übergeben.

Man traf sich auch in großer Runde, soff Glühwein dort so mache Stunde und schlich zum Schluss auf krummen Wegen der kargen Herberge entgegen. Auch war der ehemals so große Tross aus kleinen Feiglingen, die der Keenich in seinem Ranzen mit auf die beschwerliche Reise genommen hatte, mit Mann und Maus auf Nimmerwiedersehen ganz vertrunken. Der Keenich war davon sehr müde geworden, legte sich sogleich in sein weiches Himmelbett und schnarchte keenichlich vor sich hin, dass es keine Freude war. Der Fahrensmann und seine Spießgesellen aber hatten noch immer großen Durst. Nun hatte die Herberge aber keine Taverne und so machten sie sich in ihrer Kemenate ratzfatz über die Mitgift her.

Ach, was war das für ein Zetern und Klagen, als sie am Morgen ihre Schandtat erblickten und ihre Köpfe waren schwer. Doch so sehr sie auch jammerten, kein Tröpflein wollte aus den hohlen Flaschen sich mehr lösen. Ein einzig Fläschchen nur, am tiefsten Grund des Jutesacks verborgen, konnte sich knapp dem dreisten Überfalle noch entziehen. Es rief verzweifelt nach den Schwestern, die leer und seelenlos am Boden lagen.

Als der Keenich von der Missetat erfuhr, zürnte er still in sich hinein und mochte den Frevel so recht nicht glauben. Doch alles Grollen war vergeblich und er kehrte traurig mit nur einem ärmlichen Fläschchen zurück in sein Reich.

Und wenn er nicht gestorben ist, dann harret er dort der anderen drei noch immer. Die 4 Winterräder aber wurden fortan Weingummis gerufen, doch man hat nie wieder etwas von Ihnen gehört.

( 1 Vote ) 

FUVI0111ADANAUL
FREE Joomla! template "Adana"
joomla 1.6 templates by funky-visions.de