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Engter/Siekholz 25.02.2008
Von großen Teilen der Bevölkerung nahezu unbemerkt hat sich in den letzten Jahren eine verschworene Organisation von Individuen gebildet, die unter Missachtung einschlägiger Angebote heimischer oder asiatischer Hersteller einer Leidenschaft frönen, die mit herkömmlichen Vorstellungen über automobile Fortbewegung kaum in Einklang zu bringen ist.
Ziel der Organisation ist es u. a., besonders in den Sommermonaten durch temporäres massenhaftes Auftreten mit glücklich verzückten Gesichtszügen und dann vornehmlich auch noch in Kolonne das Straßenbild und den uniformen Gleichklang bundesdeutschen Straßenverkehrs zu stören und mit farbenfrohen dachlosen Vehikeln und unter Absonderung von Hupsignalen durcheinander bringen. Zu diesem Zweck soll darüber hinaus in subversiver Weise der Fortbestand eines vom Aussterben bedrohten Vehikels italienischer Herkunft gesichert werden.
Die Mitglieder der bundesweit in mehreren Suborganisationen tätigen Vereinigung schrecken dabei vor so gut wie keiner Aktion zurück, um mit ihren teilweise stark individualisierten Mobilen gerade an Wochenenden nichts ahnende Mitbürger davon abzubringen, die Pflege ihres Vorgartens oder das Fegen des Bürgersteigs fortzusetzen. Beobachtet wurde auch bereits, dass Passanten zu unkontrolliertem Winken und zu sonst nur in Sportarenen üblichen la Ola-Wellen verleitet wurden. Gedanken über die Sozialverträglichkeit ihres Handelns und die negativen Auswirkungen auf das Bruttosozialprodukt machen sich die Geheimbündler nicht. Sie haben nur eines im Sinn: Sie wollen Spaß – teilweise, koste es was es wolle!!!!!
Durch eine ansonsten nur bezüglich der Dachbespannung der Tatfahrzeuge bekannte Undichtigkeit sind nunmehr Details aus einer Untergruppierung der Organisation aus dem Bereich Ostwestfalen/Niedersachsen nach außen gedrungen
Unerschrockenen Undercover-Agenten ist es gelungen, ein aktuelles Fotos eines führenden Mitglieds der berüchtigten regionalen Unterorganisation „PIAZZA-BARCHETTA“ zu schießen. Es handelt sich dem Vernehmen nach um Alessandro Montagniero, genannt:„Der Schrauber“. Montagniero war nach Ermittlerkenntnissen bislang hauptsächlich zuständig für die Aufrechterhaltung der ausgesprochen großen Mobilität der Mitglieder der Organisation. Nach neuesten Erkenntnissen soll er sich aber wegen des immer weiter gehenden Rauchverbotes in Deutschland zunehmend auch mit dem Dealen von MOHAWK-Zigaretten befassen. Dabei handelt es sich um von sechs kanadischen Indianerstämmen mit einer eigenen Zigarettenfabrikation in ihrer Reservation in Ontario (Kanada) hergestellten Glimmstengeln mit angeblich übelsten Nebenwirkungen.
Das Bild entstand bei einem subversiven Treffen von Gangmitgliedern in einem einsamen Bergdorf im unzugänglichen lippischen Hochland. Bei der auf dem Foto abgebildeten weiteren Person soll es sich um Connspi W. handeln, die in letzter Zeit vornehmlich mit der Beschaffung und Herstellung von Nudelgerichten und Fleischklopsen und die sonstige Proviantierung für geheime Arbeitstreffen der Organisation in Erscheinung getreten ist.
Montagniero hat die Gegend bereits am gleichen Tage im Schutze der Dunkelheit wieder verlassen und soll sich nunmehr wieder in den Gruben seiner im Schatten von führenden Wurstfabriken betriebenen Autowerkstatt im östlichen Westfalen versteckt halten (siehe Foto)
Hintergrund:
Der Geheimbund „PIAZZA BARCHETTA“ ist seit Jahren im Grenzgebiet zwischen Niedersachsen und Ostwestfalen-Lippe, aber auch weit darüber hinaus bis nach Ostfriesland tätig und gewinnt nach Auskunft aus Ermittlerkreisen immer wieder neue Mitglieder. Die einschlägigen Vorkenntnisse von Montagniero zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der Fahrbereitschaft einer weitgehend unbekannten aber mit hohem Suchtpotential versehenen Fahrzeugspezies haben dazu beigetragen, dass bislang unbescholtene Personen arglos dem Geheimbund beitreten und dann unrettbar der b. verfallen.
Bei aller Heimlichkeit des Organisationslebens tritt die Bande neben monatlichen kleineren Aktivitäten mindestens einmal jährlich unverfroren für alle sichtbar öffentlich auf. Wann und wo das der Fall ist, kann für Außenstehende nur schwer ergründet werden. Nach den Beobachtungen der Ermittler besteht aber in und um gut gepflegten Hotels und Gaststätten ein erhöhtes Risiko, sich inmitten der Bande wieder zu finden. Die meist gutgelaunten Gangmitglieder haben in aller Regel zuvor jeglichen Parkraum im näheren Umfeld der Lokalität besetzt und der Öffentlichkeit entzogen. Ihre ausgesprochene Fröhlichkeit steht daher zumeist genau im Gegensatz zur miesen Laune mancher anderer unbedarfter Besucher, die nach entsprechend langer Parkplatzsuche und 10 Minuten Fußmarsch dann auch noch vollbesetzte Stühle vorfinden. Bis zum Eintreffen georderter Einsatzkräfte ist die Bande aber immer wieder entschwunden. Das überfallartige Auftauchen wie auch die Flucht der Bande erfolgen zumeist über nachrangige Nebenstraßen. Hauptverkehrsstraßen werden gemieden, vermutlich um die dort häufig stattfindende Polizei- und Blitzerüberwachung zu umgehen. 
Es gibt Hinweise, dass die entsprechenden Aktivitäten der Organisation aus einem ansonsten nicht weiter erwähnenswerten Engter bei Bramsche bei Osnabrück gesteuert werden. Verdachtsmomente gegen eine dort ansässige und unter dem Decknamen „Gauleiter“ (siehe Bild) agierende, sich nach außen aber als unauffälliger IT-Spezialist durchs Leben schlagende Person liegen zwar vor, konnten aber noch nicht hinreichend erhärtet werden. Die Fahndung wird insbesondere dadurch erschwert, dass er genau wie viele andere Bandenmitglieder sein Fahrzeug in seinem Aussehen ständig verändert, woran der oben erwähnte Alessandro Montagniero maßgeblich beteiligt ist.
Der „Gauleiter“ selbst hat offenbar in letzter Zeit zunehmend auch den Verdeckwechsel bei unbewacht abgestellten b`s unter seine Kontrolle gebracht. Er ist mittlerweile berüchtigt für seine skrupellose und blitzartige Beseitigung unzuverlässiger Dachelemente. Unter dem Motto: „Ist verschlissen Deine Pelle, helfe ich Dir auf alle Fälle“ macht er kurzen Prozess. Die Unerbittlichkeit seines Vorgehens wird in dem nebenstehenden Bild mehr als deutlich: Nackte, ihrer schützenden Umhüllung gänzliche beraubte Gerippe recken anklagend ihre dürren Stangen gen Himmel und zeugen von seiner Gnadenlosigkeit. 
Besondere Aktivitäten hat nach letzten Erkenntnissen auch ein weiteres Bandenmitglied entwickelt. Es handelt sich um Hartmuto „Trucker“ M., (Bildmitte) der vor allem die grobmotorischen schmutzigen Aufträge im Namen der Organisation erledigt. Der Aus- und Umbau ganzer Federbeine, Fahrwerke sowie das Verschieben kompletter Auspuffanlagen von einer b zur anderen sollen auf sein Konto gehen. Er bedient sich oftmals grobschlächtiger Schraubstöcke sowie gefährlicher Drahtbürsten und Schrubbscheiben um seine brutalen Ziele zu erreichen. Auf diese Weise soll er bereits auch den Widerstand etlicher Kfz-Sachverständiger bei der Legalisierung nachhaltiger Fahrzeug Veränderungen gebrochen haben.
Das bei einem geheimen Arbeitstreffen entstandene Foto zeigt ein weiteres suspektes Mitglied der Bande.
Es ist Manfredo W.(ie), der durch beharrliches Nachfragen (Wie geht das????) die Führung der Seitenscheiben der b. an sich gerissen hat. Sich sträubende Türgriffe bei der Demontage der Türverkleidungen hat er seitdem durch den Einsatz von spitzen Schraubenziehern und Stecheisen ausgehebelt und zum Ausrasten gebracht. Ganze Führungsschienen sollen von ihm geschmiert und für die Bande nicht mehr brauchbare ehemalige Scheibenhalter gnadenlos durch neue aus Holland ersetzt worden sein. Dabei hat er auch vor dem Einsatz mitgelieferter Schrauben nicht zurückgeschreckt. Er trägt stets ein kleines Alu-Köfferchen mit seinen Tatwerkzeugen, gelegentlich aber zusätzlich auch einen Gasgrill samt Gasflasche durch die Gegend. Achtung, im normalen Leben gibt er sich als nichts tuender Pensionär aus und fährt zur Tarnung Opel.
Fazit:
Gewöhnlich gut informierte Kreise gehen davon aus, dass spätestens ab dem 1. März auch in diesem Jahr wieder mit verstärkten Aktionen der Bande gerechnet werden muss. Die Hartnäckigkeit, mit der die Mitglieder einsetzende Ersatzteilverknappung, insbesondere aber –verteuerung ignorieren, lässt keine Hoffnung auf Besserung aufkommen. Die aufgedeckten Winteraktionen sprechen hier eine deutliche Sprache und lassen nur einen Schluss zu: Deutschland, wappne Dich!!!
Hier der entsprechende Artikel aus der Bootzeitung!
piazza-barchetta - Manfredo W.(ie)